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The White Crow

Grossbritannien/Frankreich, 2018, 127‘
Regie: Ralph Fiennes
Mit Oleg Iwenko, Ralph Fiennes, Adèle Exarchopoulos


Wir befinden uns in den 1960 Jahren, in der Zeit des Kalten Krieges, als die Sowjetunion das Kirow Ballett mit seinem Star Rudolf Nureyew zu einem Gastspiel nach Paris schickt. Begleitet wird das Ballett von KGB-Agenten mit dem Auftrag, jegliche Kontakte der Ballettkompanie mit Fans, Medien und Ausländern überhaupt zu verhindern. Für die französische Bühne im Palais Garnier ist La Bayadère die fulminante Première, der sensationelle Nureyew tanzt sich mit der Rolle des Solor über Nacht zu einer Berühmtheit im Westen. Nureyev, ungestüm, neugierig und von grossem Temperament, versucht sich dem KGB zu entziehen und lernt Clara kennen. Sie ebnet ihm dank ihrer Verbindungen den Zugang zur französischen Gesellschaft. Die Sowjetspitze beäugt ihn misstrauisch und droht ihm, ihn nach Moskau zurückzuschicken.

Der Erzählstrang erhält eine wunderbare Dynamik durch zahlreiche Rückblenden auf Nureyews Leben, seine Geburt in der Sibirischen Eisenbahn, seine Kindheit in ärmlichen Verhältnissen, seine Begegnung mit seinem Mentor Alexander Puschkin, seine Ankunft in Leningrad, seine grossen Bühnenerfolge. Ein Muss für alle, die Ballett lieben, obschon The White Crow nicht unter den „normalen“ Tanzfilmen einzureihen ist, Drill und Konkurrenz unter Tänzern und Tänzerinnen werden ausgeklammert. Ralph Fiennes ist ein faszinierender Film über den unangepassten und freiheitsliebenden Nureyew gelungen, mit seinem Blick auf die Überwachung des herausragenden Tänzers und seinem Absprung in den Westen ein ebenso politischer Film.