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Les vacances de Monsieur Hulot

Frankreich, 1953, 111’
Regie: Jacques Tati
Mit Jacques Tati, Nathalie Pascaud, Micheline Rolla, Valentine Camax


Saint-Marc-sur-Mer, Sommer 1952: Der Badeort an der französischen Atlantikküste erlebt seinen alljährlichen Ansturm. Mit dem Ferienbeginn kommen Familien von überall her, beziehen ihre Strandkörbe, kleiden sich um. Mit lautstarkem Knattern platzt ein schrulliger Kauz in dieses gewohnte Ritual: Monsieur Hulot, ein alleinstehender Herr ungewissen Alters, kommt in seinem Amilcar. Das altertümliche Automobil, Baujahr 1924, fährt so seltsam, wie sein Besitzer läuft. Und mit ihm kommt Bewegung in die Routine.
Les vacances de Monsieur Hulot gilt seit seinem Erscheinen 1953 als Klassiker der Slapstick-Komödie. Mit seinem zweiten Spielfilm etablierte der Komiker und Filmemacher Jacques Tati seine mit Hut, Pfeife und staksigem Gang gekennzeichnete Figur des Monsieur Hulot, der in seiner eigenen Welt zu leben scheint. Tatis Meisterwerk des sanften Slapsticks besteht aus einer Reihe von mühelos choreografierten Gags mit Hunden, Booten und Feuerwerkskörpern; es war der erste Teil der Hulot-Reihe und der Film, der seinen Schöpfer zu internationalem Ruhm führte. Wie er widersetzt sich jedoch der ganze Film den Gepflogenheiten. Eine übergeordnete Handlung gibt es nicht. Das Geschehen setzt sich zusammen aus zahllosen kleinen Details, von der Kamera eingefangen aus der halbnahen Distanz, die dem Publikum selbst eine beobachtende Position zuweist. Ungewohnt ist auch der Ton. Noch ganz dem visuellen Erzählen des Stummfilms gehorchend, wird er sehr sparsam verwendet und setzt vornehmlich akustische Akzente. Vogelgezwitscher, das Knattern der Autos oder das Ploppen eines Tennisballs bilden die sommerliche Geräuschkulisse. Das Klappern der Tür zum Hotelrestaurant ist lauter als jedes Gespräch.