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Schachfieber
Clay Regazzoni – Leben am Limit
Little Miss Sum

UdSSR, 1925, 28‘ / CH, 2016, 52‘ / GB, 2018, 19‘
Regie: Wsewolod Pudowkin / Felice Zenoni / Matt Kay


Schachfieber (Schachmatnaja gorjatschka)
UdSSR, 1925, 28‘
Regie: Wsewolod Pudowkin
mit Wladimir Fogel, Anna Semzowa, José Raúl Capablanca

Dieser russische Stummfilm ist einer der originellsten Filme, die sich je mit Schach beschäftigt haben. Was nur ein anspruchsloses kleines Experiment von Pudowkin sein wollte, ist ein Meisterwerk des Humors, der Sensibilität, der Satire und vor allem der witzigen Anwendung der „Montage-Theorie“ geworden. Der Held, der unter Schachfieber leidet, wie es in den 1920er Jahren in Russland um sich greift, vergisst seinen Hochzeitstermin – und es kommt dennoch zum Happyend. Eingebettet in die Spielfilmszenen sind Aufnahmen des Schachturniers in Moskau 1925. Diese Bilder, in denen man die Spieler Torre, Marshall, Yates und Reti zu sehen bekommt, sowie die Mitwirkung Capablancas machen den Film zu einem schachhistorisch einzigartigen Kleinod.


Clay Regazzoni – Leben am Limit
CH, 2016, 52‘
Regie: Felice Zenoni

Einfühlsam und aufwändig zeigt der Schweizer Filmemacher Felice Zenoni unter Mitwirkung von Clay Regazzonis Familie und Weggefährten wie Niki Lauda und Piero Ferrari den Werdegang des erfolgreichsten Schweizer Formel-1-Fahrers überhaupt. Der Karosseriesattler aus einfachen Verhältnissen schafft es an die Spitze der Formel 1. Clay Regazzoni wird 1974 Vizeweltmeister, prallt mit seinem Boliden beim Grossen Preis der USA in Long Beach 1980 ungebremst in eine Betonmauer und ist fortan querschnittgelähmt. Regazzoni kämpft sich zurück ins Leben, kommt jedoch 2006 bei einem Autounfall in Italien ums Leben.


Little Miss Sumo
GB, 2018, 19‘
Regie: Matt Kay

Sumo gibt es schon seit 1500 bis 2000 Jahren. Der japanische Sport – er wird nur in Japan seit dem 17. Jahrhundert professionell betrieben – stammt aus dem Shintoismus, der neben dem Buddhismus die wichtigste Religion in Japan ist. Ursprünglich war Sumo in Japan Teil eines Rituals, um die Shinto-Gottheiten Kami, um eine reiche Ernte zu bitten.
Matt Kays kurzer, intensiver und berührender Film ist dem Leben der Sumo-Kämpferin Hiyori Kon gewidmet. Sie kam 1997 zur Welt, begann Sumo bereits mit sechs Jahren und bestritt von da an sehr erfolgreich Wettbewerbe und errang eine ganze Reihe wichtiger Preise in einer völlig männlichen Domäne, die nach Shintoismus und Buddhismus Frauen verbietet, den Kampfring zu betreten.