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The Lighthouse

USA/Kanada, 2019, 109’
Regie: Robert Eggers
mit: Robert Pattinson, Willem Dafoe


Die Horrorgroteske «The Lighthouse» ist einer der rätselhaftesten Filme unseres Programms. Er handelt von einem jungen und einem alten Mann, die um das Jahr 1890 irgendwo vor der nebligen Küste Neuenglands vier Wochen einen Leuchtturm hüten müssen. Es es ist grau und kalt auf der einsamen Insel, und der Soundtrack besteht lediglich aus dem dumpfen Schlag der Wellen, die sich hart am Felsen brechen, dem Kreischen der Möwen und dem konstanten Heulen der Nebelhörner irgendwo draussen im Nebel.
Jungregisseur Eggers liebt es, seine Geschichten mit historischer Akkuratesse zu erzählen. Der Film sollte nicht den Eindruck erwecken, als sei er heute entstanden, sondern als stamme er direkt aus dem Jahr 1890. Um die klaustrophobische Enge, in der die beiden Leuchtturmwärter eingesperrt sind, auf die Zuschauer zu übertragen, hat Eggers seinen Schwarzweissfilm im Verhältnis 1.19:1 gedreht, einem fast quadratischen Bildformat. Diese Verengung des Ausschnitts stellte den Filmemacher vor diverse logistische Probleme, weil schon allein eine Aufnahme der beiden Leuchtturmwärter am Abendbrottisch gar nicht so leicht ins Bild zu bekommen war. Die Technik sorgt dafür, dass man als Zuschauer die ganze Zeit das Gefühl hat, in einem Gefängnis zu sitzen – wie die beiden Protagonisten auch. Dadurch erkennt man schon ab der ersten Filmminute, dass die beiden Männer nicht mehr von ihrer Insel herunterkommen werden und dass das Historiendrama bald zu einem Horrorfilm wird. Als nach den geplanten vier Wochen der Kutter mit der Ablöse kommen soll, tobt ein nicht enden wollender Sturm um die kleine Felseninsel.