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Secrets & Lies

Grossbritannien/Frankreich, 1996, 142’
Regie: Mike Leigh
mit Marianne Jean-Baptiste, Brenda Blethyn, Timothy Spallhyn


Die schwarze Augenärztin Hortense hat gerade ihre Adoptivmutter verloren und begibt sich in ihrem Schmerz auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter. Über eine Sozialarbeiterin erhält sie die entsprechenden Unterlagen über ihre Geburt und die Adoption. Ihre Mutter ist Cynthia, eine weisse Fabrikarbeiterin. Sie hatte das Kind als Teenagerin zur Adoption freigeben, ohne das Baby ein einziges Mal zu sehen. Mutter und Tochter werden beste Freundinnen, aber als Hortense zu einer Familienfeier eingeladen wird, drängen die Lügen und Geheimnisse der Verwandtschaft an die Oberfläche.
Fast leise erzählt Leigh seine Geschichten aus der englischen Arbeiterklasse, auch wenn es hier und da einmal aufschreit, kracht oder man sich vor Lachen oder Rührung kaum halten kann. Leigh mutet dem Betrachter einiges zu. Über satte zwei Stunden erzählt er seine Geschichte um die Folgen von Adoption, Geheimnissen und Lügen rund um die Familie Purley. Leigh bringt es vor allem fertig, ein homogenes Gesamtbild einer sozialen Umgebung zu visualisieren, in dem die Charaktere und deren Konflikte in ihrer ganzen Tiefe und Tragweite gezeigt werden. Man ist ganz nah dabei, wirklich hautnah am Geschehen.
Der Film gewann die Goldene Palme der Filmfestspiele von Cannes, wo Brenda Blethyn für die Rolle der Cynthia den Preis als beste Darstellerin erhielt. Blethyn gewann ebenso wie der Film den Britischen Filmpreis (BAFTA Award) und setzt sich auch bei der Golden-Globe-Verleihung 1997 als Beste Drama-Darstellerin durch.