Login
 
HOME
PROGRAMM 2020/2021
CC@KUNSTMUSEUM
MITGLIEDSCHAFT
VEREIN
FILMARCHIV
19/20 Skandal
18/19 Hotel
17/18 überBrücken
16/17 Identität
15/16 Zeit
14/15 Untergrund
13/14 Umbrüche
12/13 60 Jahre
11/12 büez
10/11 Passagen
09/10 Schaf, Rab, Katz & Co
08/09 Farben
07/08 partir
06/07 Familien-Geschichten
05/06 Tonspur
04/05 Männer
03/04 Unterwegs
02/03 Kunst im Film
01/02 Feste feiern
weitere Jahrgänge
KONTAKT
 
  MUXMÄUSCHENSTILL
-------------------------------------------
  SLAVA
-------------------------------------------
  PATHS OF GLORY
-------------------------------------------
  MONONOKE-HIME
-------------------------------------------
  MONTY PYTHON’S LIFE OF BRIAN
-------------------------------------------
  LEVIATHAN
-------------------------------------------
  HITLERS HOLLYWOOD
-------------------------------------------
  DAS BOOT IST VOLL
-------------------------------------------
  DELICATESSEN
-------------------------------------------
  THE WRONG MAN
-------------------------------------------
   
Delicatessen

Frankreich, 1990, 99 Min
Regie: Jean-Pierre Jeunet, Marc Caro
mit Marie-Laure Dougnac, Dominique Pinon, Jean-Claude Dreyfus, Karin Viard, Ticky Holgado





Die skurrile Handlung spielt in einer düsteren Stadtruine an einem nicht näher bestimmten dystopischen Ort und zu einer unbestimmten Zeit. Es gibt kaum noch Fleisch oder andere Lebensmittel. Daher konnte sich ein Fleischer mörderischen Wohlstand erarbeiten: Regelmässig stellt er neue Hausmeister ein, um sie bereits nach wenigen Tagen zu schlachten und portionsweise an die hungernden Hausbewohner – gegen Mais, die offizielle Geldwährung – zu verkaufen. Als neuestes Opfer ist Louison auserkoren, ein ehemaliger Clown, der zwar wenig Fleisch auf den Rippen hat, sich mit handwerklichem Geschick aber recht gut einlebt. Als Julie, die Tochter des Fleischers, sich jedoch in Louison verliebt, beginnt die Sache aus dem Ruder zu laufen.
Die groteske Rahmenhandlung und eine bizarre Kulisse bieten allerlei verschrobenen und komischen Charakteren ihren Spielplatz – jeder von ihnen greift auf seine Weise, ohne es zu wollen, in den Handlungsstrang ein: Da sind neben dem Clown, dem Metzger und seiner Tochter auch eine lebensmüde Bürgerliche, die Tag für Tag aufs Neue kreativ, aber vergeblich versucht, ihrem Leben ein Ende zu bereiten, oder aber ein alter Frosch- und Schneckenliebhaber, ein Briefträger, der die Tochter des Fleischers begehrt, eine tollpatschige Truppe vegetarische Untergrundrebellen, oder eine Grossmutter, die endlos an einem Pullover strickt ...
Von einer hervorragenden Besetzung gespielt, zieht dieser poetische und humorvolle Film die Zuschauenden mit einer makabren Handlung, eigenwilligen Figuren und einer verzerrten, düster-farbigen Welt in seinen Bann.