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Hitlers Hollywood

Deutschland, 2017, 106’
Regie: Rüdiger Suchsland
Dokumentarfilm





«Hitlers Hollywood“ ist die zweite Regie-Arbeit von Rüdiger Suchsland, der zu den bekanntesten Filmkritikern Deutschlands zählt. Wie schon im Vorgänger „Von Caligari zu Hitler“, das den deutschen Film in der Weimarer Republik thematisiert, geht Suchsland akribisch genau und mit viel Liebe zum Detail vor, indem er sich die Jahre 1933 bis 1945 vornimmt. Dazu gehört, die Rolle des „Diktator des Kinos“ – Joseph Goebbels – genauer zu beleuchten. Denn Goebbels war es, der früh die Wirkung des Massenmediums Film erkannte und in Deutschland ein zweites Hollywood aufbauen wollte. Geschickt streut Suchsland an dramaturgisch sinnvollen Stellen Original-Zitate der Mächtigen ein. In erster Linie die kruden, verblendeten Aussagen des Propagandaministers.
Ebenso geschickt ist es, immer wieder auf originale, teils private Film-Aufnahmen aus der damaligen Zeit zurückzugreifen. Aufnahmen, die den (Vorkriegs-)Alltag im NS-Staat zeigen: Die Menschen genossen den Wohlstand, den Hitler brachte, sowie die damit verbundenen, allwöchentlichen Kinobesuche. Während der Zeit im Kino jedoch, und das ist die wichtigste Botschaft des Films, wurden der Bevölkerung die weltfremde Ideologie und die (Rassen-)Theorien der braunen Brut einverleibt – unterschwellig und unbemerkt.
Mit welchen Filmen dies geschah, zeigt Hitlers Hollywood so allumfassend und vielseitig wie nichts zuvor. Zu sehen gibt es u. a. ausgewählte Ausschnitte aus bekannten Hetzfilmen wie „Hitlerjunge Quex“ oder dem monumentalen Durchhalte-Epos „Kollberg“, die Suchsland stets fundiert und in einen grösseren Zusammenhang einordnet.