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Muxmäuschenstill

Deutschland, 2004, 89’
Regie: Marcus Mittermeier
mit Jan Henrik Stahlberg, Fritz Roth, Wanda Perdelwitz





Im Berliner Grossstadtdschungel macht Herr Mux, Anfang 30, ehemaliger Philosophiestudent, gezielt Jagd auf Temposünder, Schwarzfahrer, Vergewaltiger, Falschparker, Ladendiebe, Graffiti-Sprüher und weitere Straftäter aller Art und will seinen Mitmenschen auf recht unkonventionelle Weise wieder Ideale und Verantwortung beibringen. Als seine rechte Hand rekrutiert er den etwas unterbelichteten ehemaligen Langzeitarbeitslosen Gerd, der ihn auf seinen Streifzügen begleitet und die «Einsätze» mit einer Videokamera festhält. Mit selbstjustiztypischer Gewalt schwingt sich Mux zum Moralprediger auf, erpresst die Fehlbaren und ergreift «Erziehungsmassnahmen», die im Laufe des Films immer brutaler ausfallen. Er schreckt nicht zurück vor Zurschaustellung, Nötigung und einmal versehentlich nimmt er sogar den Tod eines seiner Opfer in Kauf.
Herr Mux baut in der Folge ein bundesweit operierendes, öffentlichkeitswirksames Unternehmen auf, ist damit medial beachtlich präsent und kann zahlreiche Mitarbeitende einstellen. Doch mit der fanatischen Verfolgung seiner Ideale macht Mux sich am Ende selbst zum Fehlbaren. Auch seine vorerst, so scheint es, echte Liebe zur jungen Kira, die er später immer «Mäuschen» nennt, scheitert letztendlich an seinen eigenartigen Weltanschauungen und seinen penetranten Monologen.
«Muxmäuschenstill», eine skandalöse, brüskierende und kontroverse pseudo-dokumentarische Filmperle, hat nach seinem Erscheinen zahlreiche Filmpreise abgeräumt und wurde äusserst erfolgreich an der Berlinale vorgestellt.