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Schweiz, 2008, 98’
Regie: Ursula Meier
mit Isabelle Huppert, Olivier Gourmet,
Kacey Motten Klein u. a.



Ein Grill, ein Veloursessel, ein Tischfussball, ein Swimmingpool, eine Liege – was suchen all diese Dinge am Rand einer unfertigen Autobahn? Man weiss es noch nicht, aber man ahnt, dass all diese Gegenstände auf ein sonderbares Leben hinweisen, auf das Leben von Marthe und Michel mit ihren drei Kindern. Ursula Meiers Heimatfilm der anderen Art beginnt mit dieser an sich glücklichen Familie, wie man sie selten im Kino sieht, doch diese Familie lebt irgendwo im Niemandsland neben dieser Autobahnpiste, deren Eröffnung seit zehn Jahren auf sich warten lässt. Eines Tages, wie aus dem Nichts, marschieren Bauarbeiter auf, montieren Leitplanken, asphaltieren die Strasse neu und schon bald rollt eine permanente Blechlawine am Haus vorbei. Die alte Autobahn, bislang Spielplatz und Ort der Besinnlichkeit, wird zur Höllenstrecke. Die Familie jedoch lässt sich nicht unterkriegen. Mehr noch, sie organisiert den Widerstand gegen den Lärm, die Abgase und die Horden von Ferienreisenden, die im Stau stecken geblieben sind und sich wie Besatzer aufführen. Schon fürchtet man, die Geschichte führe nun schnurgerade in die Katastrophe, da schlägt der Film neue Haken.
Gekonnt und stilsicher verwebt die Schweizer Regisseurin Ursula Meier verschiedene Genres (Komödie, Drama, Thriller) zu einem einmaligen Film mit eigener Handschrift. Ein Meisterwerk, das den Schweizer Filmpreis 2009 für den besten Spielfilm, fürs beste Drehbuch und die beste Schauspielhoffnung (Kacey Motten Klein) erhielt.