Login
 
HOME
PROGRAMM 2020/2021
CC@KUNSTMUSEUM
MITGLIEDSCHAFT
VEREIN
FILMARCHIV
19/20 Skandal
18/19 Hotel
17/18 überBrücken
16/17 Identität
15/16 Zeit
14/15 Untergrund
13/14 Umbrüche
12/13 60 Jahre
11/12 büez
10/11 Passagen
09/10 Schaf, Rab, Katz & Co
08/09 Farben
07/08 partir
06/07 Familien-Geschichten
05/06 Tonspur
04/05 Männer
03/04 Unterwegs
02/03 Kunst im Film
01/02 Feste feiern
weitere Jahrgänge
KONTAKT
 
  LOST IN LA MANCHA
-------------------------------------------
  MORGEN
-------------------------------------------
  LOLA RENNT
-------------------------------------------
  COMRADES IN DREAMS
-------------------------------------------
  EL ULTIMO TREN
-------------------------------------------
  DIE WELT IST GROSS UND RETTUNG LAUERT ÜBERALL
-------------------------------------------
  CHUNGKING EXPRESS
-------------------------------------------
  STRANGER THAN PARADISE
-------------------------------------------
  HOME
-------------------------------------------
  TAXIPHONE
-------------------------------------------
  BRINGING UP BABY
-------------------------------------------
   
LOLA RENNT

Deutschland, 1998, 83’
Regie: Tom Tykwer
mit Franka Potente, Moritz Bleibtreu u. a.



Tom Tykwer schickt seine Heldin auf eine wilde Jagd durch Berlin – und inszeniert ein kleines Filmwunder: ein fabelhaftes Spiel mit allen filmischen Mitteln um den mitreissenden Kampf gegen die Uhr und den Tod. Lola rennt durch Berlins Strassen, weil ihr Freund Manni in höchster Not um Hilfe winselt. Manni ist ein tollpatschiger Kleinkrimineller, der für den allmächtigen Boss endlich einmal ein grösseres Ding durchziehen wollte – und nun jämmerlich versagt hat.
Das alles erzählt Tykwer in ein paar rasanten, schnurgerade aneinander-gereihten Sequenzen: Die Sache ist, Manni braucht 100 000 Mark. Und zwar innerhalb von 20 Minuten. Also startet Lola durch.
Diese ersten Minuten des dritten Films von Tom Tykwer sind nicht nur in der Geschichte des deutschen Films etwas vom Furiosesten und Originellsten.
Der Regisseur zieht alle Register, um das grosse alte Filmthema vom Kampf gegen die Zeit neu darzustellen. Metaphysische Grundfragen wie «Woher kommen wir? Wohin gehen wir?» treffen auf Ulkfragen, Schwarzweiss- trifft auf Farbfilm, Video, Standbilder und Zeichentrick-szenen. Alles wird mit allem kombiniert, doch nicht bloss modisch, sondern auch methodisch: Schwarz-weiss für die Rückblenden, Farbfilm für die Haupt-, Video für die Nebenfiguren. Die Übergänge sind ein Genuss für sich, das Bindemittel ein unerbittlich pulsierender Drum-’n’- Bass-Track, das Musik gewordene Ultimatum:
Lauf, Lola, es könnte noch gut herauskommen …