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Moon

Grossbritannien, 2009, 97’
Regie: Duncan Jones
mit Sam Rockwell, Kevin Spacey (Stimme),
Dominique McElligott u.a.



In einer nicht genauer bestimmten Zukunft hat man die Lösung für die Energiekrise endlich gefunden: Der Energiebedarf der Erde wird hauptsächlich durch Helium-3 gedeckt, das auf der Oberfäche des Mondes abgebaut wird. Sam Bell, ein Arbeiter für Lunar Industries, lebt mutterseelenallein auf dem Erdtrabanten, in einer nur zu diesem Zweck errichteten Basis. Gesellschaft leistet ihm einzig eine künstliche Intelligenz namens Gerty. Sams Dreijahresvertrag läuft demnächst aus, er freut sich darauf, nach seiner langen Einsamkeit in der weitgehend automatisierten Station endlich seine Frau und seine kleine Tochter wieder zu sehen, denn die Gespräche mit seinen Lieben nur über Video-Link erfüllen ihn nicht. Aber zwei Wochen vor seinem Abfug beginnt er zu halluzinieren, wodurch es zu einem Unfall ausserhalb der Mondbasis kommt. Die Ausgangslage wirkt zwar wie eine Verflmung von David Bowies Hit «Space Oddity» mit seinem Major Tom. Was die Musik betrifft, liess sich Debütant Duncan Jones, Bowies Sohn, allerdings nicht vom Papa inspirieren: So hat Sam Bell seinen Wecker mit dem Gassenhauer «The One and Only» programmiert – und dieser besungene Eine ist eben Sam Bell. Duncan Jones ist auch kein blosser Erbverwalter von Stanley Kubricks «2001: A Space Odyssey». Sein «Moon» hat eine eigene Umlaufbahn: Auf dem einsamen Gestirn werden Fragen der Identität und Individualität laut, leise Paranoia macht sich breit, und man wäre nicht überrascht, würde auf Sam Bells Nachttischchen Sartres «Das Sein und das Nichts» liegen. Hervorzuheben ist auch der Verzicht auf die genreübliche Effekthascherei. Der Film gewann 2009 den British Independent Film Award als bester britischer Independent-Film.