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PROGRAMM 2021/2022
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The Straight Story

USA, 1999, 108’
Regie: David Lynch
mit Richard Farnsworth, Sissy Spacek,
Harry Dean Stanton, Jane Galloway Heitz,
Joseph A. Carpenter u.a.

the straight story

Auf einem sich endlos hinziehenden Teerband kriecht ein Rasenmäher, Baujahr 1966, mit einem ungewöhnlichen Anhänger im Schlepptau dahin. Am Steuer des Gefährts sitzt der 73-jährige Alvin Straight, der seinen 500 Kilometer entfernt wohnenden Bruder besuchen will. Seit einem Streit vor zehn Jahren haben die beiden kein Wort mehr miteinander gesprochen. Alvin will die Sache bereinigen.
Zu stimmiger Countrymusik fährt er auf dem Lost Highway vorbei an Mais- und Kornfeldern, Ortschaften und Fabriken, und wenn die Kamera ein paar Momente in den Wolken verharrt, dann hat Alvins Rasenmäher bloss wenige Meter mehr zurückgelegt. Als Alvin von einem Lastwagen überholt und sein Hut weggefegt wird, ist das schon ein richtiges Abenteuer. Wenn ihn Hunderte von Rennradlern passieren, macht Lynch ein surreales, desorientierendes Erlebnis daraus. Als eine Autofahrerin vor seinen Augen auf offener Strecke ein Reh überfährt, gesteht sie aufgelöst, dass ihr das seit Wochen täglich passiert. Die teils witzigen Episoden werden zusammengehalten von Kameraschwenks über die Weiten Amerikas. Immer wieder nimmt Lynch Bezug auf einige seiner Filme; auch Filme, die schon im Cineclub zu sehen waren. So auf die brennende Hütte aus «Lost Highway» oder die weissen Zäune aus «Blue Velvet», ganz als wollte der Regisseur seine Motive rückwirkend dem Reich des Fantastischen entreissen und uns zeigen, dass die Welt seiner Alptraumbilder auch real sein kann. Der Film gehört zu Lynchs verständlichsten Werken. Es ist ein Roadmovie, das im Gegensatz zu seinen meisten anderen Filmen
fast keine erzählerischen Brüche aufweist und in sehr langsamem Tempo gehalten wird, geprägt von ästhetisch grandiosen Bildern.