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Die Vereinsführung


Wenn man das Wort Cineast mit Filmliebhaber ausdeutet, so waren die Leute der Gründergeneration eine erfolgreiche Gruppe von eingeschworenen Cineasten mit dem Ziel, den andern Film nach St.Gallen zu bringen. Nach über 56 Jahren und mit über 800 ausgewählten und besprochenen Filmen kann man den Cineclub St.Gallen zu den erfolgreichsten Filmklubs der Schweiz zählen.
Der Cineclub ist mit seinen Statuten und dem Kassenwesen als Verein organisiert. Ist der Cineclub ein Verein? Oder ist er ein ‚Serviceclub’ für den andern Film? Man kann davon ausgehen, dass alle Mitglieder eben diese Art Filme schätzen und die Daten des Cineclubs zum festen Bestandteil in ihrem Terminkalender machen.
Wenn man aber in den Protokollen der unzähligen Vorstandsitzungen und der Hauptversammlungen blättert, zeigt sich der typische Vereinsalltag. Wie viele Mitglieder sollen/können aufgenommen werden? Später sinkt die Mitgliederzahl unter 150 (1991: 132 zahlende Mitglieder) - steht der Cineclub vor der Auflösung? Muss der Eintritt pro Abend tiefer sein als beim übrigen Kino? Entscheidend ist natürlich die Filmauswahl: Wie viele Film-Reprisen verträgt es heute noch, sollen nur Filme gezeigt werden die im übrigen Kinoalltag nicht vorgeführt werden, hat das unbeschwerte Filmvergnügen seinen Platz im Cineclub, darf Casablanca wirklich dreimal gezeigt werden und warum wurden von Jacques Tati bisher nur zwei Filme gezeigt?

Die treibende Kraft im Hintergrund war und ist der Cineclub-Vorstand mit der unermüdlichen Filmkommission. Es kann aber nicht anders sein, dass die immense Arbeit offensichtlich auch Spass macht, denn Antoinette Maurer ist erst die fünfte Vereinspräsidentin (nach Remi Nüesch, Heini Kuhn, Berni Walser und Joseph Plattner) und Silvia Friedli die dritte Filmkommissions-Präsidentin (Eduard Naegeli und Marga Karbe) in der Vereinsgeschichte! Diese Leute mussten neben dem grossen Engagement und der Sachkenntnis ebenso grosses Geschick aufweisen, divergierende Strömungen und Kräfte im Verein im Verlaufe der Zeit zu erkennen und entsprechend zu agieren. Die grosse Mehrheit der passiven Kinogänger braucht die kleine Gruppe von Verschworenen, die alljährlich ein neues Jahresprogramm der Überraschungen aus dem Hut zaubert.