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Playtime

Montag 23. März 2009, 20:00

Playtime

Frankreich, 1967, 120’
Regie: Jacques Tati
Mit Jacques Tati, Barbara Dennek, Rita Maiden, France Rumilly u.a.

Der Film spielt in einem für die 1960er Jahre futuristisch wirkenden Paris, das nur noch aus einheitlichen Glas und Stahlkonstruktionen besteht. Die Filmfigur Monsieur Hulot (Tati) ist auf der Suche nach einem Monsieur Giffard. Er sucht ihn in seinem Büro auf, aber durch eine Vielzahl von Missgeschicken verpassen sie sich ständig. Monsieur Hulot begegnet bei seinem labyrinthischen Gang durch die Stadt immer wieder einer Busreisegruppe, die Paris besucht und dabei nur in dieser Hochhauswelt herum geführt wird. Die moderne Welt gleicht sich bis zur Austauschbarkeit. Von Verirrungen inmitten eines Sprachendschungels am Flughafen, über die seltsam sterile Atmosphäre in einem gigantischen Bürogebäude, bis hin zu Chaossituationen in einem Nobelrestaurant, erlebt der zurückhaltende Herr den gesamten Wahnsinn ‹herrlicher› Zeiten. Die Modernismuskritik ist ein wiederkehrendes Merkmal der Filme Tatis, in ‹Playtime› aber feiert sie einen Höhepunkt. Vor allem die Unpersönlichkeit und Sterilität der Moderne werden kritisiert. Durch die Monotonie der Räume und eintönige Farbwelt wird die Konzentration auf Geräusche und Farbakzente gelenkt. In der Gleichförmigkeit sind es vor allem die von den Menschen verursachten Töne, die den angestrebten Futurismus der Architektur durch die ihnen innewohnende Komik auflösen. Jacques Tati hat für diesen Film auf 15 000 m2 eine eigene Kulissenstadt bei Paris aufbauen lassen. Die Kosten dafür waren so hoch, dass der Film diese Ausgaben trotz brillantem Produktionsdesign, visionärer Kamera und grossartigen Kritiken nicht an der Kinokasse einspielen konnte.