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Travelling avant

Montag 9. März 2008, 20:00
Travelling avant

Frankreich, 1987, 114’
Regie: Jean-Charles Tacchella
Mit Thierry Frémont, Ann-Gisel Glass, Simon de la Brosse, Sophie Minel u.a.

‹Travelling avant› setzt sich zusammen aus klug aneinander gereihten Begebenheiten rund um drei Kinofreaks. Nino ist nach Paris gekommen, weil es da mehr Filme zu sehen gibt als anderswo. Er verbringt seine Tage im Kino und läuft meilenweit für bestimmte Filme, wenn er die Metro nicht vermag. Zum ersten Mal sehen wir ihn in der ersten Reihe sitzen, Stoppuhr in der einen Hand, Bleistift in der anderen, um sich die Längen der Einstellungen zu notieren. Donald, der andere Freak, ist etwas weltmännischer, aber kaum weniger angefressen vom Kino. Nach einer Vorstellung von ‹The Rakers Progress›, den Nino zum zweiten Mal, Donald zum vierten Mal gesehen hat, kommen sie ins Gespräch und schliessen Freundschaft. Zusammen lernen sie Barbara kennen und bald schon entwickelt sich eine Dreiecksgeschichte – Dreiecksgeschichten im Film sind ja Dauerbrenner. Gemeinsam fahren sie ans Festival von Biarritz und gründen bald darauf einen eigenen Filmklub. Filmkopien werden aus einem baufälligen Depot geklaut und so vor der Zerstörung bewahrt, ein Vor führsaal muss gefunden werden ...
Der Film baut auf vielfältigen Zitaten aus Filmdialogen und auf Szenen anderer Filme, zitiert die ganze Palette der Filmgeschichte. So taucht Nino seinen Kopf ins Wasser, um zu wissen, ob er von Barbara geliebt wird, so wie er das in Jean Vigos ‹L’Atlante› gesehen hat. JeanCharles Tacchella geht es allerdings um wesentlich mehr als nur darum, ein paar gefällige Begebenheiten aus dem Leben Cinephiler zu erzählen. Sein Film möchte das Verständnis der Zuschauer für die Qualitäten eines hervorragenden Filmes verbessern. Obwohl der Film 1987 abgedreht wurde, wählte Tacchella bewusst die Erzählweise in schwarzweisser Manier.