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La maison jaune

Montag 23. Februar 2009, 20:00

Der Film wird in Zusammenarbeit mit dem Filmbulletin präsentiert und wird unterstützt von Suissimage und der Cinématheque.
La maison jaune

Algerien, 2007, 80’
Regie: Amor Hakkar
Mit Amor Hakkar, Aya Hamdi, Tounès Ait-Ali u.a.

In der ariden Gebirgsregion Aurès im Osten von Algerien erhält die 12jährige Aya eine schreckliche Nachricht: Ihr älterer Bruder Belkacem, welcher in einer anderen Stadt seinen Militärdienst absolvierte, ist bei einem Unfall ums Leben gekommen. Vater Mouloud fährt sogleich mit seinem Einachser inklusive Anhänger los, um den toten Sohn nach Hause zu holen. Unterwegs überwindet Mouloud viele Hindernisse, kann aber mit der Anteilnahme und Hilfe vieler Leute rechnen. Doch der Schmerz über den Verlust des Sohnes ist stets präsent. Zurück bei seiner Familie bemerkt Mouloud, wie seine Frau Fatima sich vor lauter Trauer immer mehr von der Familie abkapselt. Sie isst nicht mehr und bleibt auch während des Tages im Haus. Aus lauter Angst, Fatima könnte in ein unendlich tiefes schwarzes Loch stürzen, setzt Mouloud alles daran, seiner Frau wieder das Lächeln zurückzubringen. Koste es, was es wolle ...
Der erste Teil, in dem der Vater mit seinem kaum 20 km/h fahrenden Traktor mit aufgemalten Scheinwerfern den Leichnam aus der Stadt abholt, erinnert ein wenig an ‹The Straight Story› von David Lynch. Wie ein Glühwürmchen rattert der arglose Bauer durch die Nacht, nachdem er von einer Strassenkontrolle mit einer Polizeisirene ausgerüstet worden ist. Der zweite Teil dreht sich dann ganz um den fast schon kafkaesken Kampf gegen die Traurigkeit seiner Frau. Zu ‹La maison jaune› wurde der Regisseur Amor Hakkar durch ein persönliches Erlebnis inspiriert. Den Familienvater Mouloud spielt er gleich selber mit stoischer Ruhe. Beschaulich erzählt er seine Geschichte, die durch sanften Humor zu überzeugen vermag.