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Whisky

Montag 12. Januar 2009, 20:00


Whisky

Uruguay, 2004, 95’
Regie: Juan Pablo Rebella, Pablo Stoll
Mit Andrés Pazos, Mirella Pascual u.a.

Ein Film wie ein Bilderbuch – reduziert auf wenige Figuren, knappe Dialoge und bestechend orangegelbe Farbtöne. ‹Whisky› funktioniert wie ein Bilderbuch: Auf jeder Seite eine grosse Zeichnung, darunter wenige Sätze. Ein uruguayanischer Aki Kaurismäki eben.
Jeder Tag beginnt für Jacobo, den Besitzer einer heruntergekommenen Sockenfabrik, und für Marta, seine Angestellte, gleich. Er öffnet das Tor, setzt die Maschinen in Be trieb. Sie macht Tee. Weder zufrieden noch unglücklich – sie verrichten ihre Arbeit mit ernster Miene, nahezu ausdruckslos. Gesprochen wird nur das Nötigste und meist sind es immer dieselben Floskeln. Eines Tages kündigt Jacobos Bruder seinen Besuch an: Herman ist erfolgreicher Inhaber einer Strumpffabrik in Brasilien und glücklicher Familienvater. Stolz wie Jacobo ist, verheimlicht er seinem Bruder aber, dass sein Unternehmen nicht rentiert und er alleine lebt. Marta soll sich als seine Ehefrau ausgeben. Mit einem kleinen Ausbruch aus dem Alltag – Herman lädt das vermeintliche Paar zu einer Reise ans Meer ein – öffnet sich plötzlich eine Tür, die die Möglichkeit zur Veränderung böte. Allmählich taut die introvertierte Marta etwas auf. Und ist Jacobo für sie nicht mehr als nur ein Arbeitgeber? Es gelingt dem Film, uns in seinen Bann zu ziehen. Er spielt mit dem aufkommenden Wunsch, dass sich doch etwas in den Herzen der Figuren regen möge: Bei der Verschlossenheit der Protagonisten ist es schwierig, Gefühle ausfindig zu machen. Umso konzentrierter sucht man in den Gesichtern nach Hinweisen und daraus entwickelt der Film einen Teil seiner Spannung. Da wird die kleinste mimische Veränderung zur Überraschung.