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Azzurro

Montag 8. Dezember 2008, 20:00

Azzurro

Schweiz, 2000, 82’
Regie: Denis Rabaglia
Mit Paolo Villaggio, Francesca Pipoli, JeanLuc Bideau u.a.

Der 75jährige Giuseppe de Metrio verbrachte 30 Jahre in der Schweiz als Vorarbeiter bei der Firma Broyer. Nach seiner frühzeitigen Pensionierung kehrt er zu seiner Familie nach Apulien zurück, die während seines ganzen SchweizAufenthaltes in Italien geblieben ist. Giuseppes ganze Liebe gilt nun seiner Enkelin Carla, welche durch eine Krankheit erblindet ist. Die ganze Familie hofft auf eine Operation, die dem Kind das Augenlicht wieder schenken könnte. Da beschliesst Giuseppe, in die Schweiz zurückzukehren und versucht bei seinem ehemaligen Arbeitgeber Broyer, das für die Operation erforderliche Geld auf zutreiben, denn die beiden verbindet ein altes Versprechen. Was als kurzer Ausflug gedacht war, wird sowohl für Giuseppe wie auch für Carla zu einer Reise, die sie sich nie zu erträumen gewagt hätten ...
In einer stringenten und einfachen Bildsprache erzählt Rabaglia mit Liebe und Respekt für alle Figuren eine in den Grundzügen wohlbekannte Geschichte der trügerischen Hoffnung auf das Land, wo Milch und Honig fliessen, erfrischend und humorvoll neu. Er scheut weder Dramatik noch grosse Gefühle und zeigt trotz ernstem Grundton satirisches Temperament. Gekonnt spielt er per Schnitt und Musikeinsatz auf der Klaviatur der Emotionen. Ohne den schalen Nachgeschmack von papierener Wirkungsberechnung und vordergründigen Effekten bewegen sich Rabaglia und seine überzeugenden Protagonisten behende zwischen Melancholie, Situationskomik und Spott. Der Film ist für den im Wallis aufgewachsenen ‹Secondo› Rabaglia fühlbar eine Herzensangelegenheit.