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Gabbeh

Montag 27. Oktober 2008, 20:00
Gabbeh

Iran, 1996, 75’
Regie: Mohsen Makhmalbaf
Mit Shaghayegh Djodat, Hossein Moharami, Abbas Sayahi, u.a.

Das Knüpfen der farbenfrohen Gabbehteppiche ist vor allem die Arbeit der Mädchen in den nomadischen Familienclans des südöstlichen Irans. Ursprünglich wollte Mohsen Makhmalbaf einen Dokumentarfilm über die vom Verschwinden bedrohte Kultur dieser Nomaden drehen. Daraus entstand ein Spielfilm, in dem der ‹Gabbeh› zum Sinnbild des Lebens wird. In seinen Farben und Motiven sind elementare Erfahrungen verknüpft: das Grün der Oasen und das Gelb der Wüste, das Blau des Himmels und das Rot des Blutes. Mit ihnen erzählt der Film von Liebessehnsucht, die das Mädchen Gabbeh erfüllt, von Schulweisheit, die der zur Hochzeit zurückkehrende Bruder des Vaters anschaulich zu vermitteln weiss, und von Poesie, mit der die Liebenden von einst sich an die Hoffnungen und Träume ihrer Jugend erinnern. Kunstvoll verknüpft der Film die Jahreszeiten und die Landschaften, die Lebensstationen zwischen Geburt und Tod, das Scheren der Schafe und die Herstellung der Teppiche, das soziale Leben unter strenger väterlicher Herrschaft und die persönliche Geschichte Gabbehs. Der Geliebte, der sich ihr nicht nähern darf, und die Flucht der Liebenden, die der Vater durch eine Lüge zu kaschieren versucht, signalisieren den Aufbruch aus dieser traditionellen Gesellschaft. Sie ist das zentrale Motiv des ‹Gabbeh›, den das Mädchen Gabbeh geknüpft hat. In lyrischen Bildern gelingt dem Film eine Annäherung an Lebenszusammenhänge einer Kultur, die, eingebettet in den Rhythmus der Natur, die Erfahrungen, die Weisheit und die Poesie des Lebens den ‹Gabbehs› anvertraut. Sie sind die Dokumente, aus denen der Zauber des Films entsteht.