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Eine Gesellschaft von Opernstars und Opernliebhaber/-innen sticht im Juli 1914 mit einem italienischen Luxusdampfer in See, um die Asche der verstorbenen Sängerin Edema Tetua vor der Küste der Insel Erimo ins Meer zu streuen. Das letzte Geleit gibt dem verblichenen Opernstar ein wahres menschliches Panoptikum: Sängerinnen und Sänger, Impresarios, Gesangslehrer, Dirigenten und adelige Verehrer der Diva. An der Fahrt nimmt auch der Journalist Orlando teil, der die Zuschauer/-innen durch die Geschichte führt, indem er Anekdoten erzählt und die einzelnen Figuren mit ihren Geschichten und lächerlichen Manien vorstellt. Doch das Traumschiff einer alten Welt wird zur Arche für serbische Flüchtlinge, mit deren Erscheinen sich eine nahende Katastrophe ankündigt: Der Dampfer gerät auf Kollisionskurs mit einem österreichischen Panzerkreuzer. Der Film ist eine Fabel, die sich an der Musik orientiert und im Zeichen der Trauer steht, aber gleichzeitig amüsant und reich an schönen Momenten ist. Denn alles ist explizit falsch in diesem Film, und alles ist wundersam wahr in der Fiktion, in welcher der Humor in Melancholie übergeht. Mit Witz und dem typischen Hang zur Übertreibung, zum verdrehten Einfallsreichtum und zur genialen Karikatur erweist sich Fellini einmal mehr als souveräner Illusionist, der alle Mittel und Tricks des filmischen Handwerks beherrscht – und am Ende alle hinter die Kulissen blicken lässt.
Federico Fellini war mit seinem Film «E la nave va» Gewinner des italienischen Filmpreises «Nastro d’argento» in fünf Kategorien: beste Regie, beste Kamera, bestes Szenenbild, beste Kostüme und beste Spezialeffekte!
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