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Urga

Montag, 8. März 2010, 20:00

Russland / Frankreich, 1991, 120’
Regie: Nikita Michalkow
mit Wurinile, Larissa Kusnezowa,
Babuschka, Bao Yongyan, Wladimir
Gostjuchin, Badema u.a.


Der Spielfilm «Urga» führt einen russischen Lastwagenfahrer und eine mongolische Familie zusammen und stimmt mit ihnen das Lied von Liebe und Natur an. Der mongolische Hirte Gombo lebt mit seiner Familie in einer Jurte weit entfernt von der nächsten Siedlung. In diese für ihn fremde Welt gerät der russische Kraftfahrer Sergeij, als er mit seinem Lkw liegen bleibt und von Gombos Familie herzlich aufgenommen wird. Nach anfänglichem Unverständnis für die mongolische Kultur entwickelt sich eine Freundschaft, die sich im Verlauf einer «Einkaufsreise» in die nächste Stadt vertieft. Gombo versucht, in einer Apotheke Präservative zu kaufen, da die chinesischen Machthaber die Geburtenkontrolle vorschreiben. Sergeij hingegen möchte wieder einmal ordentlich auf den Putz hauen. Dies führt zu seiner Verhaftung, aus der ihn Gombo schliesslich «befreien» kann. Erleichtert kehren sie zurück, aber nicht ohne den verlockenden Angeboten an Konsumgütern zu erliegen ...

Es geht um die Freundschaft von zwei Männern aus verschiedenen Kulturen und über den Gegensatz zwischen der archaischen Nomadenkultur und der Industriegesellschaft. Die Zeit ist fortgeschritten und mit ihr auch die Entwicklung. Sie hat auch vor der kaum berührten mongolischen Steppe nicht haltgemacht.

Der Film erhielt bei den Internationalen Filmfestspielen Venedig einen Goldenen Löwen. Zudem war er 1993 für den Oscar als bester fremdsprachiger Film nominiert. Übrigens: Die Urga ist ein langer Stab mit einer Schlinge am Ende. Damit fangen die Mongolen in der Steppe die Tiere ein. Wer sie in den Boden steckt, will beim Liebesakt nicht gestört werden. Urga ist aber auch das Symbol von Liebe, Kraft und Einsamkeit.