E la nave va
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El Aura
Montag, 22. Februar 2010, 20:00
Argentinien, 2005, 138’
Regie: Fabian Bielinsky
mit Ricardo Darín, Dolores Fonzi, Pablo
Cedrón, Nahuel Pérez Biscayart u.a.
Kaum hatte Fabian Bielinsky «El Aura» abgedreht, sagte sein krankes Herz «adios»! Bielinsky starb noch keine fünfzig Jahre alt und hat uns mit seinem letzten Film einen packenden Thriller hinterlassen. Im Cineclub zeigten wir von ihm bereits «Nueve Reinas», ebenfalls ein unvergessliches Kinoerlebnis. Espinoza ist ein schweigsamer Tierpräparator in Buenos Aires. Er selber scheint nicht viel weniger tot zu sein als jene Bestien, die er von Berufes wegen für naturhistorische Museen zu schein-lebendigen Wesen drapiert. Espinoza hat eine ungewöhnlichen Leidenschaft: Er träumt heimlich vom perfekten Verbrechen. Sein waches Auge lässt ihn überall nach lückenhaften Alarmsystemen und Fluchtwegen Ausschau halten. Um seine Beobachtungen aber in die Tat umzusetzen, fehlt ihm der Mut. Auf einem Jagdausflug in der Weite der patagonischen Wälder wird seine Fantasie plötzlich zur Realität. Er erschiesst mehr aus Versehen als vorsätzlich einen Mann. Der Tote ist Dietrich, Besitzer eines heruntergekommenen Motels und ein Mann mit Geheimnissen. Offenbar stand Dietrich kurz vor einem genialen Coup. Schritt für Schritt kommt Espinoza diesem Plan auf die Spur. Endlich kann er seine Fähigkeiten ausspielen ... etwas kompliziert, etwas lebensgefährlich, erst recht für einen Epileptiker ...
Die fesselnde Geschichte rund um das perfekte Verbrechen ist aufregend, geheimnisvoll und mit atmosphärischen Bildern umgesetzt. «El Aura» entfaltet sich zu einem düsteren Thriller, der trotz seiner Länge von über zwei Stunden eher zu kurz geraten ist. Genau wie das Leben des Fabian Bielinsky.