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Die globalisierte Fischerei fordert Opfer auch im fernen, scheinbar unberührten Island: Das Quotensystem der isländischen Fischerei bildet den Hintergrund für ein packendes Familiendrama. Die alten Fischer haben ihre Kontingente längst an die grossen Firmen verkauft, und in den wenigen einheimischen Fischereibetrieben stehen überwiegend ausländische Arbeiterinnen am Fliessband. Thordur, patriarchales Familienoberhaupt und Besitzer des grössten und bald letzten Fischverarbeitungsbetriebes in einer Kleinstadt in der Weite Islands, ruft seine drei Kinder zu sich, um die Nachfolge seines Fischereibetriebs zu regeln. Doch diese hegen andere Pläne, als die veraltete Fabrik zu übernehmen. Der mit seiner schwangeren Freundin aus Paris angereiste Agúst sieht seine Zukunft als Musiker in Gefahr, Haraldur, der vorübergehend die Geschäfte leitet, führt bereits Gespräche mit potentiellen Käufern und die geldgierige Ragnheidur hätte das Geld aus dem Verkauf am liebsten schon in der Tasche. Aber der alte Thordur bleibt stur wie eh. Das Familientreffen artet zu einem verrückten, schonungslosen Kampf um Geld und Macht aus, bei dem es nur Verlierer geben kann. Das Spiel mit der Wahrheit ist ein Spiel mit dem Feuer. Die verregnete graue, kahle und verschneite Landschaft Islands wird in starken Bildern eingefangen und bildet die karge Kulisse für die Familiengeschichte; die Unwirtlichkeit der Landschaft scheint sich auf die Menschen, die dort leben, zu übertragen.
Der rasante und aufwühlende Film um Meer, Fisch und Familie räumte alle Filmpreise Islands ab und lockte beinahe die Hälfte der dortigen Bevölkerung ins Kino, was ihn zum bisher erfolgreichsten isländischen Film aller Zeiten machte.
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