Login
 
HOME
PROGRAMM 2011/2012
MITGLIEDSCHAFT
VEREIN
FILMARCHIV
10/11 Passagen
09/10 Schaf, Rab, Katz & Co
08/09 Farben
07/08 partir
06/07 Familien-Geschichten
05/06 Tonspur
04/05 Männer
03/04 Unterwegs
02/03 Kunst im Film
01/02 Feste feiern
weitere Jahrgänge
KONTAKT
 
  Tulpan
-------------------------------------------
  Chat noir, Chat blanc
-------------------------------------------
  italienische Matinée
-------------------------------------------
  Of Mice and Men
-------------------------------------------
  The Sea
-------------------------------------------
  The Life Aquatic
-------------------------------------------
  The Birds
-------------------------------------------
  1000 Ozeane
-------------------------------------------
  El Aura
-------------------------------------------
  Urga
-------------------------------------------
  E la nave va
-------------------------------------------
   
Chat noir, Chat blanc / Schwarze Katze, weisser Kater

Montag, 9. November 2009, 20:00

Frankreich / Deutschland, 1998, 129’
Regie: Emir Kusturica
mit Bajram Severdzan, Srdan Todorovic
Branka Kati, Florijan Ajdini,
Ljubica Adzovic u.a.


Irgendwo an der Donau auf dem Balkan: Der Zigeuner Matko Destanov, durch und durch ein Verlierertyp, lebt mehr schlecht als recht vom Schwarzhandel. Schliesslich büsst er noch sein letztes Geld ein, als er von vorbeifahrenden Russen Diesel kauft und sein Sohn Zare zu spät feststellt, dass in den Fässern nur Wasser schwappt. Durch einen gerissenen Plan versucht er, mit einem Schlag doch noch reich zu werden. So reich wie der Gangster Dadan, den er um Hilfe
bittet. Doch Dadan ist ein ausgekochtes und skrupelloses Schlitzohr: Matko wird erneut reingelegt und gezwungen, seinen charmanten Sohn Zare mit Dadans unattraktiver Schwester Ladybird zu verheiraten. Doch die liebt heimlich einen anderen, und Zare verliebt sich kurz vor dem Hochzeitstermin in die schöne Kellnerin Ida. Damit die Liebe über die Betrügereien und die Geldgier der alten Männer siegt und die arrangierte Hochzeit doch noch ein rauschendes Fest
wird, muss der Zufall gewaltig nachhelfen.

So skurril wie die Geschichte sind auch deren Protagonist/-innen – übrigens fast durchwegs Laiendarsteller/-innen! Es sind keine Hollywood’schen Schöngesichter, sondern solche mit starken Falten und Kanten, überzeichnet, vordergründig derb, fellinesk. Und ebenso ungewöhnlich klingt auch die Musik aus der Feder des Regisseurs selbst – traditionelle Zigeunermusik vermischt mit Rock und Techno.
Emir Kusturica erhielt für diesen Film, der durch seine (damalige) politische Brisanz sehr kontrovers aufgenommen wurde, bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig 1998 den «Silbernen Löwen» für die beste Regie.