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Asa ist Matrose und frisch aus dem Militärdienst entlassen. Er kehrt zurück in die kasachische Steppe, wo seine Schwester Samal und sein Schwager Ondas ihre Kinder grossziehen und Schafe züchten. Da Asa ledig und die Nomadenfamilie nicht reich ist, muss er verheiratet werden. Doch Frauen sind in der Steppe etwa so häufig anzutreffen wie Grünflächen. Aber eine gibt es noch, nämlich Tulpan, die sehr schön sein soll. Ondas und Asa nehmen die Verhandlungen mit ihrer Familie auf. Um diese zu beeindrucken, erzählt Asa von seinen Abenteuern als Matrose und seinem Kampf gegen Seeungeheuer. Ondas lobt die zwei Medaillen seines Schwagers, bietet zehn Schafe und einen kitschigen Lüster. Als sich endlich alle einig sind, macht ihnen Tulpan einen Strich durch die Rechnung: Asa gefällt ihr nicht, denn er hat zu grosse, abstehende Ohren.
Asa ist unendlich enttäuscht, denn ohne eine Heirat bekommt er keine Herde, und ohne Herde wird sich sein Lebenstraum von einer Jurte mit Strom und eigenem Wassertank nie erfüllen. So bindet er sich kurzerhand die Ohren an den Kopf und lässt das Ziel nicht aus den Augen. Vielleicht lässt sich Tulpan doch noch überzeugen? Zudem wird der Schwager immer unzufriedener mit Asa, der im Umgang mit Schafen recht ungeschickt ist. Für zusätzliches Kopfzerbrechen sorgen die Schafe, die in letzter Zeit alle Lämmer tot zur Welt bringen.
Zu Recht zeichnete das Zurich Film Festival «Tulpan» letztes Jahr mit dem «Goldenen Auge» aus, und auch in Cannes holte der Film den «Prix Un Certain Regard». Nur schon für die atemberaubenden Naturbilder der Steppe und für eine der eindrücklichsten Tiergeburtsszenen, die in einem Spielfilm je zu sehen waren, hat «Tulpan» diese Preise verdient.
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